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Die Aromatherapie


Die Aromatherapie, das Heilen mit Düften, ist seit etwa 7000 Jahren schriftlich dokumentiert. In den Veden, den alten indischen Schriften, findet man bereits Aufzeichnungen darüber. Wohltuende und heilende Essenzen und Öle wurden in allen Hochkulturen verwendet.
Den neuzeitlichen Begriff der „Aromatherapie“ prägte allerdings erst der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé. Nach einem schweren Laborunfall tauchte er seine verletzten Hände spontan in reines Lavendelöl und entdeckte dadurch dessen Heilkraft. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte er aus dieser Erkenntnis eine Heilmethode, die auf isolierten ätherischen Ölen basiert.
Obwohl diese ätherischen Öle keine Arzneimittel im eigentlichen Sinne sind, handelt es sich bei den Aromaölen um hoch aktive Wirkstoffe, die dem Wohlbefinden und der Gesundung zuträglich sind. Die verwendeten ätherischen Öle gewinnt man aus den Blättern, Blüten, Samen, Früchten, Zweigen und Wurzeln von Pflanzen, meist durch Wasserdampfdestillation.

Duftöle sind die Lebenskraft, die Kraftfelder der Pflanzen. Diese Öle enthalten viele unterschiedliche Heilwirkungen, kein Wunder, sind die Aromaöle doch für die Pflanzen selbst Motor jeder Existenz: Temperaturregler, Informationsträger, Energiespeicher und feinstoffliche Kommunikation zwischen den Pflanzen selbst.

Die Heilpflanzen

Die amerikanischen Ureinwohner haben sich immer als ein Teil der Natur betrachtet: Erde, Sonne, Mond, Steine, Pflanzen und Tiere sind ihnen Eltern und Geschwister, denn alles gehört für sie zum Kreis des Lebendigen.
Die Selbstheilung von leichten Beschwerden ist bei diesen Völkern seit Alters her eine Selbstverständlichkeit. Beinahe jeder Haushalt hat seinen Vorrat an Heilkräutern.
Aber auch in Europa dürfte der Erfahrungsschatz über den Umgang mit Heilpflanzen mit zu den frühesten Erkenntnissen der Menschen gehören. Dieses Wissen wurde von Generation zu Generation vererbt. So auch das Lebenswerk der Hildegard von Bingen. Sie hat in ihren Büchern Pflanzen und Bäume katalogisiert und nach ihrem Nutzen für Kranke aufgelistet. Viele Autoren und Mediziner haben diese Botschaften der Nonne und Heilerin für die heutige Zeit übersetzt.

Pflanzen können uns erfreuen und heilen. Man sagt, dass Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen, die Heidelbeere bei Durchfall, die Brennnessel bei Prostatabeschwerden, und die Minze bei Blähungen hilft. Die Rosskastanie soll den Rückfluss des venösen Blutes fördern und bei Schwellungen in den Beinen helfen. Die Heilkräfte von Thymian, Spitzwegerich, Huflattich und Myrte linderen die Beschwerden bei einer Erkältung. Für vieles liefert die Natur eben genau die passenden Mittel zur Unterstützung des Heilungsprozesses.


Düfte und Aromen

Bei der Aromatherapie wird von der Annahme ausgegangen, dass über das Riechzentrum und das limbische System im Gehirn Gefühle und Stimmung und damit das allgemeine Wohlbefinden beeinflusst werden können. Deshalb eignen sich Duftstoffe zur ganzheitlichen Behandlung von Befindlichkeitsstörungen. Eine einfache Methode mit großer Wirkung: ätherisches Öl in das warme Wasser einer Duftlampe gegeben, setzt die heilende Kraft der Parfüme frei. Auch Dampfbäder mit Duftkräutern oder das Auftragen von ätherischen Ölen auf die Haut zeigt Wirkung.

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